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Immer dagegen?

Neulich auf einer Geburtstagsfeier war es mal wieder soweit. Fast alle Personen wissen, dass ich kein Fleisch esse außer einer einzigen Person. Diese Person ist meistens neu im Freundeskreis oder wurde einfach mitgebracht. Manchmal sind es auch mehrere neue Personen. Bevor sich alle auf das Essen stürzen wird nochmal angemerkt, dass “das Essen da” für mich sei. Ich freue mich immer wieder wenn mir meine Freunde eine Kleinigkeit machen. Nur dieses laute Ankündigen, dass ich eine Extra”v”urst bekomme, ist mir noch heute äußerst peinlich (Ja, ich bin die einzige Vegetarierin weit und breit).

Dann kommt wieder das Thema Vegetarismus auf. Die neue/n Person/en will/wollen meistens alles nochmal ausführlicher wissen. Wir diskutieren locker und fast jeder rechtfertigt mir seinen Fleischkonsum. Bis hierhin ist es auch alles okay.

Doch diesmal läuft ein Fußballspiel im Fernsehen. Höflich sitze ich mit im Wohnzimmer und versuche dem Spiel zu folgen weil ich mich als Nichtraucherin dann doch ungern in den Rauch setze. Die neue Person fragt mich in der Werbung irgendwas zu einer Daily Soap. Ich schaue verdutzt und erkläre, dass ich normalerweise kein TV schaue. Er/Sie will raus rauchen und ich lehne dankend die angebotene Zigarette ab. Die Wohzimmersitzer gröhlen weil eine Mannschaft ein Tor geschoßen hat. Ob mich das denn gar nicht interessiere?! fragen nun einige Leute. Ich bin kein Fußballfreund und mich interessiert das Spiel überhaupt nicht. Also erkläre ich “Wenn unsere Regionalmannschaft gegen seinen Erzfeind gewinnt, dann freue ich mich vielleicht. Aber jedem das seine.”

Der Abend wird später und der Alkohol wird härter. Hier wissen auch viele, dass ich keinen Alkohol trinke. Trotzdem wird mir immer wieder was angeboten. Die neue Person schenkt Kurzen aus und meint “da könne ich jetzt nicht mehr kneifen”. Ich muss jetzt ernster werden und kann nicht mehr nur mit einem netten Lächeln ablehnen. Ich erkläre sachlich, dass ich gerne mit Cola anstoße aber weder Kurzen noch sonst irgendeinen Alkohl trinke. Nicht jetzt und auch nicht später. Und da kommt sie die Frage, die mir bisher auch noch nie gestellt wurde “Bist du eigentlich immer dagegen?”

Der Held meinte am nächsten Tag zu mir, dass dies bezogen auf den gestrigen Abend doch eine berechtigte Frage sei. Also, bin ich wirklich immer gegen alles?! Sicherlich schwimme ich bei einigen Sachen auch im Strom mit. Doch bei grundsätzlichen Dingen bleibe ich standhaft wie ein Fels in der Brandung. Ich brauche keinen Alkohol zum Feiern und habe noch nie geraucht. Basketball interessiert mich mehr als Fußball. Bis auf den Fleischkonsum sieht der Held übrigens fast alles genauso.

Hier sind mal einige Sachen, die ich toll finde:

  • Meine Tochter
  • Meinen Helden
  • Lachkrämpfe
  • Heidenspaß
  • Spaziergänge
  • Sonnenuntergänge
  • Sommernächte
  • Schnee
  • Urlaub
  • Rumtoben
  • Cappuccino
  • Träumen

Und bevor jetzt jemand denkt, dass ich auf der Feier wie ein Außenseiter nur rumsaß. Nein, ich unterhalte mich mit vielen Leuten sehr angeregt und reiße auch öfters einen Witz. Eigentlich ist es auch nicht mein Ansinnen mich dort über mein Essenverhalten oder meine religiöse Einstellung zu unterhalten.

 

 

Ein neues Fahrrad kaufen – 101 Dinge in 1001 Tagen

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  Eigentlich ist das Thema Fahrrad ein ärgerliches Thema. Denn vor kurzem hatten mein Held und ich uns bereits neue Räder angeschafft. Doch bereits nach 1 Woche hatte er Probleme mit den Pedalen. Nach nur 10 km fiel...

Aus der Versenkung

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  Wir geben mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Manchmal ist einfach die Luft raus beim Bloggen und es braucht eine Pause. Ich treibe mich trotzdem sporadisch auf anderen Blogs herum und lese von Erlebnissen, Träumen, Hoffnungen und...

Die drei Fragezeichen – Neuvertonung Fan-Projekt

Ich möchte auf heute über eine Fanseite berichten, die ich seit längeren besuche.

Eine Fangemeinde vertont die Drei Fragezeichen. Das recht professionell und was noch erstaunlicher ist:

Mittlerweile mit Genehmigung von Europa, dem Label die Die drei Fragezeichen Hörspiele veröffentlichen sowie Kosmos dem Herausgeber Verlag der Bücher

 

Idee dieses Projektes ist es, die Hörspiele näher an den Büchern zu orientieren, da die Originale sehr häufig gekürzt werden mussten und somit einige Szenen oder sogar ganze Handlungsstränge fehlten.
Dazu orientieren wir uns an der amerikanischen Reihenfolge. Daher ist zum Beispiel nicht der Superpapagei die erste Folge, sondern das Gespensterschloss.

 

Von der Fangemeinde wurden schon 27 Hörspiele neu vertont, die auch auf der Seite zum kostenlosen Download angeboten werden. Wenn man möchte kann man sich sogar ein alternatives CD Cover runter laden und wenn man möchte kann man sogar bei den Hörspielen mitsprechen zu finden ist diese Seite unter

 www.fragezeichen.neuvertonung.de

WERBESATIRE von Ruthe

ich habe ein richtig lustiges Video gefunden

Schaut und lacht selbst

Kalte Pommes Tag

Es gibt doch wirklich Tage, an denen läuft gar nichts richtig. Montag war einer dieser Tage!

Schon beim Aufstehen hab ich mich in der Bettdecke verheddert. Das Bettlacken wollte meine Füße nicht freigeben und ich hab fast meinen Kleiderschrank geknutscht.

Ich vergleiche solche Tage immer mit kalten Pommes. Kalte Pommes schmecken am nächsten Tag nicht mehr. Wenn der Tag wie kalte Kroketten wäre, dann könnte man noch was daraus machen. Kalte Kroketten finde ich lecker, manchmal sogar noch besser als warme. Das will heißen, ein super Tagesstart macht noch keinen guten Tag und ein lauwarmer Start macht vielleicht einen super Tag.

Heute ist aber ein kalter Pommes-Tag. Ich stelle meine Senseomaschine ein. Ich brauche jetzt Kaffee. Jedenfalls das, was ich Kaffee nenne (3/4 Milch und 1/4 Kaffee). Tee hätte meinen Tag auch nicht retten können. Ich gehe ins Bad. Ich dusche. Meine Nachbarn, die Anzugpopper, streiten sich. Die höre ich oft im Bad, weil das Bad von denen direkt über unserem ist. Fast alle Nachbarn kann ich nicht hören. Manchmal kann man die Stecknadel fallen hören und eine Bibliothek ist das reinste Rockkonzert dagegen. Während ich so dusche fallen mir allerlei Duschgels runter. Ich beginne mit dem Föhnen. Moment mal – was ist das? Och ne, meine Nachbarn begraben den Streit zusammen (inbrünstig) in der Badewanne. Mensch, so was will ich nicht schon morgens hören! Ich überlege wie wohl ein Kind auf solche Geräusche reagieren würde.

Meine Haare stehen ab. Also doch besser einen Zopf! Ich will den Kaffee austrinken, aber der will lieber auf meinen Pullover. Danke. Meine Laune ist sowieso schon nicht so gut. Jetzt ein leckeres Brot. Super, das Brot ist über Nacht geschimmelt. Das MHD sagt 22.04.11.. Ich suche nach eingefrorenem Brot.  Keines mehr da. Dann esse ich halt Müsli. Ich gehe endlich aus dem Haus. Ich bin schon viel zu spät dran.

Jetzt noch das Fahrrad holen. Die Mülltonnen wurden heute morgen schon geleert und versperren mir den Weg zum Schuppen. Auch das noch. Nein, ich rege mich nicht auf. Auch nicht als ich sehe, dass die Tonnen total schmutzig sind. Mit einer Hand versuche ich die Tonnen aus dem Weg zu schieben. Bloß nicht dreckig machen. Das gelingt mir sogar, bis auf eine Hand. Ich hole das Fahrrad. Aber es verkeilt sich immer wieder beim Rausschieben. Da kommt auch schon mein Mann von der Arbeit zurück. Er begrüßt mich und stellt fest, wie spät ich dran bin. Er fragt, ob was zum Frühstücken da ist. Ja, kalte Pommes im Backofen!

Ich fahre los. Bumm! Auf der Hauptstraße platzt einem Autofahrer der Reifen. Er fährt dem Vordermann rein und der wieder dem nächsten. Okay, für Autos ist die Straße nachher wohl gesperrt. Ich fahre weiter. Ich sehe noch den Autofahrer beim Bäcker, der nur auf den Unfall schaut. Neugierig will er mehr sehen. Fährt plötzlich vor – da war ich! Ich fluche, verliere den Halt und kann mich noch irgendwie auf einem Bein vor dem Sturz retten. Ich richte mich langsam wieder auf und stelle mein Rad ab. Mir scheint es gut zu gehen, bis auf den Schock. Meinem Rad wohl nicht so. Ich will zum Fahrer gehen und will seine Daten aufnehmen. Den Schaden soll er mir ersetzen! Da fährt der Idiot nach hinten, eine Kurve zur Seite und weg ist er! Ich konnte mir das Kennzeichen nicht mehr merken. Blaues langes Auto und auf dem Kennzeichen irgendwo ein K. Um mich herum sehe ich keine Zeugen. Alle sind mit dem großem Unfall beschäftigt. Ich hole mein Handy raus. Akku leer! Ich schiebe den Weg zurück. Mein Mann schaut mich mit großen Augen an. Tröstet mich. Ich telefoniere und kann heute freimachen.

Polizei anrufen oder nicht?! Das war Fahrerflucht, sagt mein Mann. Ich weiß einfach zu wenig und lasse die Sache bleiben. Wir gehen zum Rad.  Ein bisschen Biegen und alles ist wieder in Ordnung. Was für ein Tag. Inzwischen ist es Mittag und die Sonne scheint. Wir entsorgen die vergessenen Pommes von vorgestern.

Der Burnout

Es ist nun ungefähr ein halbes Jahr her und ich habe lange mit mir gerungen. Soll ich davon erzählen oder nicht. Ich möchte gerne bloggen, was mich bewegt. Das habe ich im letzten Jahr nicht immer unbedingt gemacht und Negatives lieber verschwiegen. Langsam kommt das Bedürfnis mich mit anderen Menschen auszutauschen.

Ich litt unter dem Burnoutsyndrom
und bin langsam auf dem Weg der Besserung

Wer darüber schon mal gelesen, der weiß, dass dies zur Volkskrankheit mutiert. Oft steckt dahinter eine handfeste Depression.Lange Zeiten der Therapie und des Lernens der Stressvermeidung sind die Behandlung.

Als die Krankheit noch nicht bekannt war, wurden die Menschen, die erkrankten nicht ernst genommen. Es brauchte eine Zeit, das Verständnis in der Allgemeinheit zu erreichen. Jetzt ist die Zeit der Akzeptanz (meistens) da. Allerdings finde ich, dass ein Burnout bei einem Menschen dicht an der Midlife Crisis und in einem höheren gesellschaftlichem Status oder einer anderen Präsenz in der Öffentlichkeit öfters diagnostiziert wird.

Bei mir war das Gegenteil der Fall. Ich bin jung, kein Manager oder Medienmogul und habe mit meinem Mann kämpfen müssen, um eine adäquate Behandlung für mich zu erhalten. Als ich meinen Zusammenbruch hatte, musste meine Familie mich zum Arzt schleifen. Ich hatte Angst zum Arzt zu gehen und meine Kollegen im Stich zu lassen, weil ich mal krank machen muss. Meine neue Hausärztin dachte, dass ich nach 2 Wochen wieder fit bin für die normale Arbeitswelt. Schließlich sei ich jung und habe das Leben noch vor mir. Das stimmt! Ich bin jünger als der Durchschnitt der Menschen, denen es so ergeht. Oder Menschen, die sich selbst in den Burnout treiben.

Ich lese oft davon, dass die Menschen sich nur als Opfer sehen. Dazu möchte ich sagen, dass jeder auch einen Anteil daran trägt.

One Lovely Blog Award

Ich habe (schon vor etwas längerer Zeit) einen Award verliehen bekommen.  Vielen lieben Dank an Abraxandria.

 

Hier die Regeln zum Blog Award:
1. Akzeptiere den Award, indem du den Namen/Blog auf deinem Blog postest, von dem du ihn bekommen hast.
2. Verschenke den Award an 15 andere Blogs, die du kürzlich entdeckt hast und hinterlasse dort einen Kommentar.

 

Dann verleihe ich den Award mal weiter:

 

Mehr habe ich in der letzten Zeit gar nicht gefunden :-) Ich würde sagen, Auftrag trotzdem ausgeführt.